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Frühjahrsputz im Computer Was viele nicht wissen: Auch ein Computer braucht ab und zu einen Service! Prozessor und Grafikkarte entwickeln sehr viel Wärme, die über Kühlkörper und Lüfter aus dem Gehäuse geblasen werden muss. Wo Luft herauskommt, kommt irgendwo auch welche hinein – und mit ihr Staub, Haare und allerlei Kleinzeug, das sich am Kühlkörper festsetzt, diesen nach einigen Jahren verstopft und zu Überhitzungsschäden führt. Erkennbar ist ein Kühlungsproblem an: Stark laufenden Lüftern, obwohl nicht am PC gearbeitet wird Immer langsamer werdendem Computer, je länger man arbeitet Plötzlichen Abstürzen oder unerwartetem Ausschalten des Systems Zur Vorbeugung sollten PCs, Laptops und Notebooks eine Grundreinigung des Kühlsystems mindestens alle 2 Jahre bekommen. Haustiere und Nikotinablagerungen beschleunigen die Verschmutzung zusätzlich. |
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Windows Updates – unbedingt installieren! Viele Nutzer deaktivieren Windows Updates weil sie lästig sind oder den PC verlangsamen. Das ist ein großer Fehler! Updates schließen Sicherheitslücken die von Hackern und Schadsoftware aktiv ausgenutzt werden. Ein nicht aktualisiertes System ist wie ein offenes Fenster für Einbrecher. Windows Updates immer so bald wie möglich installieren – am besten automatisch Auch Programme wie Browser, Office und Adobe Reader regelmäßig aktualisieren Windows 10 erhält ab Oktober 2025 keine Sicherheitsupdates mehr – Update auf Windows 11 empfohlen! Tipp: Den PC einfach über Nacht laufen lassen – Windows installiert Updates automatisch und startet bei Bedarf neu. Am nächsten Morgen ist alles erledigt. |
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Datensicherung – der wichtigste Tipp überhaupt! Der häufigste Grund für Datenverlust ist keine Katastrophe – sondern schlicht kein Backup. Festplatten gehen kaputt, Laptops werden gestohlen, Ransomware verschlüsselt alle Dateien. Wer kein Backup hat, verliert alles unwiederbringlich. Externe Festplatte kaufen und regelmäßig alle wichtigen Daten darauf sichern Die externe Festplatte nach dem Backup vom PC trennen – bei Ransomware-Befall bleibt das Backup so geschützt Zusätzlich Cloud-Backup nutzen: Google Drive, OneDrive oder iCloud als zweite Sicherung Faustregel: Wichtige Daten sollten immer an mindestens 2 verschiedenen Orten gespeichert sein. Fotos und Dokumente die einmal weg sind, kommen oft nie mehr zurück! |
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Lebensdauer von Laptop-Akkus erhöhen Ständiges Dauerladen begünstigt in Verbindung mit Wärme die Ablagerung einer kapazitätshemmenden Deckschicht auf den Akkuelektroden. Nach wenigen Jahren hält der Akku dann nur noch wenige Minuten. Akku nicht dauerhaft auf 100% laden – optimale Ladekapazität liegt bei 20–80% Windows 11 hat eine eingebaute „Akku-Ladeoptimierung" die automatisch bei 80% stoppt – diese aktivieren! Laptop nicht auf Kissen oder Decken betreiben – Luftzufuhr blockiert Kühlung und schadet dem Akku Akkus können laut Herstellerangaben 500–1000 Ladezyklen mitmachen. Bei schonender Behandlung hält er deutlich länger. Neuere Laptops haben keinen herausnehmbaren Akku mehr – umso wichtiger ist die richtige Pflege! |
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Sichere Passwörter – unterschätzte Gefahr Schwache Passwörter wie „1234", „passwort" oder der eigene Name sind das häufigste Einfallstor für Hacker. In Sekunden können solche Passwörter geknackt werden. Viele verwenden dasselbe Passwort für alles – wird ein Dienst gehackt, sind alle anderen Konten ebenfalls gefährdet. Für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort verwenden (mind. 12 Zeichen, Groß/Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen) Einen kostenlosen Passwort-Manager nutzen – z.B. KeePass oder Bitwarden – damit muss man sich nur noch ein Passwort merken Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren wo immer möglich – besonders bei E-Mail und Banking Tipp: Auf der Webseite „haveibeenpwned.com" kannst du prüfen ob deine E-Mail-Adresse bei einem Datenleck aufgetaucht ist! |
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Wireless LAN absichern Router mit WLAN senden ihre Kennung bis zu mehreren 100m rund um ihren Standort aus. Ein unverschlüsselter Router ist eine Einladung für Kriminelle – und du kannst rechtlich haftbar gemacht werden falls jemand über deinen Router eine Straftat begeht! Als Verschlüsselung mindestens WPA2 verwenden – besser noch WPA3 (aktueller Standard) Standard-Passwort des Routers unbedingt ändern – viele Hacker kennen die Werkspasswörter Öffentliche WLAN-Hotspots (Café, Hotel, Flughafen) sind gefährlich – dort niemals Banking oder Passwörter eingeben, oder VPN verwenden Router-Firmware regelmäßig aktualisieren – die meisten modernen Router machen das automatisch, bei älteren Geräten muss man es manuell prüfen. |
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Phishing – wenn Kriminelle sich verkleiden Phishing ist der Versuch, über gefälschte E-Mails oder Webseiten an persönliche Daten zu kommen. Die E-Mails sehen täuschend echt aus – angeblich von der Bank, von Amazon, der Post oder sogar vom Chef. Ein falscher Klick kann sehr teuer werden. Niemals auf Links in E-Mails klicken die nach Passwörtern oder Bankdaten fragen – Banken tun das nie! Absender-E-Mail-Adresse genau prüfen – oft steht dort etwas wie „service@amaz0n-support.com" Bei Unsicherheit: Webseite direkt im Browser aufrufen statt auf den Link zu klicken Auch per SMS und WhatsApp gibt es Phishing-Versuche – sog. „Smishing". Nachrichten wie „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden – bitte klicken Sie hier" sind fast immer Betrug! |
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Daten permanent löschen Du kennst das: ein neuer PC wird angeschafft, der alte wird weitergegeben oder verkauft. Wichtige Daten wurden vorher natürlich gelöscht... Es gibt aber Programme, die gelöschte Daten mit Leichtigkeit wiederherstellen können! Bei alten Festplatten (HDD): Spezialprogramm wie „DBAN" verwenden, das jeden Sektor mit Nullen überschreibt Bei modernen SSDs: Die Windows-Funktion „PC zurücksetzen" mit der Option „Laufwerk vollständig bereinigen" reicht aus Sicherste Methode bei beiden: Mechanisches Zerstören mit einer Bohrmaschine – mehrere Löcher mittig hineinbohren Danach die Platte bei einer Sammelstelle abgeben (kein Hausmüll!). Brachial, aber absolut wirksam. |